JPT und Trios gewinnen Innovationspreis 2017

Niederlande – Borculo, 13. März 2017 – Beim vom 8. bis 21. März stattfindenden Innovations-Festival 2017 wurde am 10. März der Innovationspreis der Region Achterhoek für 2017, der Achterhoekse Innovatieprijs 2017, verliehen. Die Kombination JPT (Borculo) und TRiOS Precision Engineering (Neede) war siegreich und beide Unternehmen dürfen sich in diesem Jahr zu Recht zu den innovativsten Betrieben der Region Achterhoek zählen. Der von JPT und Trios entwickelte magnetische Marker, der dazu dient, Tumore bei Brustkrebs für Operationen zu markieren, ist wahrlich eine Innovation. Nicht so sehr, weil ungemein viel Technologie in dem unglaublich kleinen medizinischen Gerät untergebracht wurde, sondern vor allem deshalb, weil der Chirurg damit noch viel genauer arbeiten kann, weniger schneiden muss und zudem auch noch schneller fertig ist. Es ist vor allem der Patient, der von alledem letzten Endes am meisten profitiert.

Achterhoek: eine Region der Innovation
Obgleich die allgemein verbreitete niederländische Vorstellung in Bezug auf die ‘Achterhoek’ dahin tendiert, dass es sich bei dieser Region traditionell um einen eher ländlichen Raum handelt, hat sich die Region in der Praxis schon seit vielen Jahrzehnten als Brutstätte der Innovationen erwiesen. Aus diesem Grunde wurde das Innovations-Festival ins Leben gerufen, auf dem in diesem Jahr schon zum dritten Mal das innovativste Unternehmen gekürt wurde. JPT und Trios sind daher besonders stolz darauf, dass sie zu den Siegern der Preisverleihung 2017 auserkoren wurden und den Innovationspreis der Region Achterhoek, den Achterhoekse Innovatieprijs, gewonnen haben. Mit ihren Leistungen und Verdiensten unterstreichen sie den innovativen Charakter dieser Region.

Technisches Glanzstück
Die Jury lobt insbesondere die ausgezeichnete Zusammenarbeit in und außerhalb der Region bei der gemeinsamen Entwicklung von Innovationen. Der Sieg ist – salopp umschrieben – ein technisches Glanzstück in der Größe eines Reiskorns.
Brustkrebs ist eine schreckliche Erkrankung, deren Behandlung für den Patienten sehr unangenehm ist. Ein Bestandteil der Behandlung ist unter anderem die operative Entfernung des Tumors. Sirius Medical, eine Einrichtung des niederländischen Krebsinstituts, Nederlands Kankerinstituut, und des Anthony van Leeuwenhoek-Krankenhauses, hat einen magnetischen Marker entwickelt, mit dem der Chirurg den Tumor während der Operation besser lokalisieren kann, wodurch er wesentlich effektiver arbeiten kann. Dieser ‘Marker’ war jedoch nicht geeignet zur Massenherstellung. Daher hat JPT den Marker neu konzipiert, sodass er nunmehr in großen Stückzahlen produziert werden kann. Zu diesem Zweck hat JPT die Firma Trios eingeschaltet, ein Betrieb, der es ermöglicht, die beiden benötigten Komponenten dank der von ihm entwickelten Tiefziehtechnik anzufertigen. Im Wesentlichen besteht der Marker aus zwei Titanröhrchen, zusammen gerade einmal so groß wie ein Reiskorn, mit 5 verschiedenen Komponenten, unter anderem zwei Magneten und einem Kunststofftrenner. JPT baut alle Komponenten zusammen und der Marker wird durch Mikroschweißtechnik bzw. Mikrolaser ‘versiegelt’.

Vorteil für den Patienten
Der Radiologe kann Tumore in der Brust lokalisieren und bringt den Marker vor der Operation in den Körper ein. Der Chirurg kann somit während der Operation mithilfe eines Gerätes, das den Marker ‘ausliest’, genau erkennen, wo genau sich der Tumor befindet und ob er im Verlauf der Operation noch auf dem ‘richtigen Weg’ zum Tumor ist. Hierdurch kann der Chirurg genauer arbeiten und ist in der Lage, weniger zu schneiden. Dies wiederum hat große Vorteile für den Patienten. Nach der Operation entsteht weniger Narbengewebe und die Operation selbst verläuft wesentlich schneller. Letztendlich kommt der Innovationsgeist von JPT und Trios somit in allererster Linie dem Patienten zugute. Innovation, nicht nur der Innovation willen, sondern vor allem, um neue, praktische Anwendungen zu entwickeln, die wirklich dem Menschen zum Vorteil gereichen.

Foto © Henk van Raaij, 2017; van links naar rechts: Hubert Marten, Ronald Reurink (Trios) en Mark Jansen (JPT)